Tumore

Mit dem Begriff Larynxkarzinom (Kehlkopfkrebs) bezeichnen Mediziner die bösartige Tumorerkrankung des Kehlkopfs (Larynx). Der Kehlkopf ist das Organ im Hals, welches Luft- und Speisewege trennt und mit dessen Hilfe die Stimme produziert wird. Kehlkopfkrebs ist eine relativ seltene Krebsart (nur ca. 2%), aber unter den Tumoren im Hals-Nasen-Ohrenbereich ist er der häufigste. Betroffen sind v.a. Männer, aber auch bei Frauen wird das Larynxkarzinom immer häufiger diagnostiziert. Es ist eine Krankheit, die meist erst in der zweiten Lebenshälfte auftritt (50 – 70 Jahre). Doch die Statistik verschiebt sich in letzter Zeit immer mehr in Richtung auch jüngerer Patienten. Diese Krebserkrankung gehört zur großen Gruppe der Kopf-Hals-Tumoren.

Ursachen

Krebszellen entstehen auch beim gesunden Menschen dauernd. Üblicherweise sterben sie von selbst ab oder werden vom Abwehrsystem unschädlich gemacht. Warum es manche Krebszellen schaffen, trotzdem am Leben zu bleiben und sich auch ungestört zu vermehren, ist nicht ganz geklärt. Sicher ist, dass es nie eine einzige Ursache allein ist, die zu einer Krebserkrankung führt, sondern dass mehrere Faktoren sehr komplex zusammenwirken müssen, um Krebs auszulösen.

Eine der Hauptrisikofaktoren für die Entstehung des Larynxkarzinoms scheint allerdings außer Zweifel das Einatmen von Giftstoffen, vornehmlich des Zigaretten- und Pfeifentabaks zu sein. Mehr als die Hälfte der Patienten, die an dieser Krebsart erkranken, sind nämlich  Raucher. Ein noch höheres Risiko tragen Patienten, die nicht nur rauchen, sondern auch übermäßig und regelmäßig Hochprozentiges konsumieren. Auch eine schlechte Mundhygiene wird als Risikofaktor genannt. Sicher spielt eine gewisse genetische Veranlagung auch eine gewisse Rolle.

Symptome

Eines der auffälligsten frühen Symptome dieser Erkrankung ist eine länger andauernde Heiserkeit. Hinzu kommen ein Fremdkörper-gefühl im Hals, Schluckbeschwerden und ein häufiges Bedürfnis, sich zu räuspern. Da aber diese Symptome unspezifisch sind und auch bei anderen leichteren Erkrankungen auftreten können, sollte eine länger als zwei Wochen anhaltende Heiserkeit zunächst fachärztlich abgeklärt werden. Eine Reihe weiterer unspezifischer Symptome wie Abgeschlagenheit, Schwäche, Müdigkeit und eine rasche Gewichtsabnahme sind mögliche Begleiterscheinungen von Kehlkopfkrebs.

Mit zunehmender Tumorgröße klagen die Patienten über Schmerzen beim Schlucken, die bis ins Ohr ausstrahlen können. Auch kann Luftnot und / oder blutiger Auswurf auftreten. Wenn bereits Lymphknotenmetastasen vorhanden sind, sind diese als derbe, wenig schmerzhafte Schwellung am Hals tastbar.

Wann zum Arzt?

Da der Kehlkopfkrebs ein bösartiger, metastasierender Tumor ist, sollte die Diagnose und die anschließende Behandlung so schnell wie möglich erfolgen. Je früher ein Larynxkarzinom erkannt wird und je kleiner es zum Zeitpunkt der Diagnosestellung ist, um so besser sind die Aussichten, die Erkrankung unter Erhaltung des Kehlkopfes und der Stimme zur vollständigen Ausheilung zu bringen.

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Robert. Bodlaj

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