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Pillar-Verfahren
Beim Pillar-Verfahren werden drei kleine Kunststoffstäbchen, sogenannte Weichgaumenimplantate, in das Gaumensegel implantiert. Ziel dieses minimalinvasiven Eingriffs ist die Stabilisierung des Gaumensegels.Unter örtlicher Betäubung werden drei halbfeste Stäbchen aus einem Dacron-Geflecht mit einer Länge von etwa 18 mm und einem Durchmesser von ca. 1,5 mm mit einem Applikator unter der Schleimhaut platziert.
Ähnlich den Planken eines Segels verhindern sie das „Flattern“ des Gaumensegels. Der Effekt setzt ca. nach 8-12 Wochen vollständig ein, wenn sich das umliegende Bindegewebe mit dem Geflecht verbunden hat.
Was sind die Vorteile dieser Methode?
Im Gegensatz zu allen anderen Verfahren, bei denen Gewebe entfernt oder
zerstört wird, hat das Pillar-Verfahren kaum Nebenwirkungen. Schmerzen,
Sprach- oder Schluckprobleme treten nicht auf.
Neben einem extrem selten beschriebenen Fremdkörpergefühl können sich die Stifte unter Umständen verschieben. Beides könnte eine Entfernung der Stifte erforderlich machen, was ebenfalls in örtlicher Betäubung möglich ist. Wundheilungsstörungen treten ebenfalls sehr selten auf. Über Jahrzehnte gesammelte Erfahrungen aus der Gefäßchirurgie legen darüber hinaus eine gute Langzeitverträglichkeit des Materials nahe.
Neben einem extrem selten beschriebenen Fremdkörpergefühl können sich die Stifte unter Umständen verschieben. Beides könnte eine Entfernung der Stifte erforderlich machen, was ebenfalls in örtlicher Betäubung möglich ist. Wundheilungsstörungen treten ebenfalls sehr selten auf. Über Jahrzehnte gesammelte Erfahrungen aus der Gefäßchirurgie legen darüber hinaus eine gute Langzeitverträglichkeit des Materials nahe.
Wie hoch sind die Erfolgsaussichten und für wen kommt das Pillar-Verfahren in Frage?
Studien aus den USA und Europa zeigten eine über 75% Erfolgsrate beim
Schnarchen und eine 50% Erfolgsquote bei der Schlafapnoe bei alleinigem
Einsatz des Pillar-Verfahrens. Eine Steigerung der Erfolgsrate erscheint
durch eine kombinierte Behandlung von Nase und eventuell Zungengrund
aber durchaus möglich zu sein.
Das Pillar-Verfahren kommt allerdings nur für ca. 10% der Schnarcher in Frage. Voraussetzung ist wie bei allen anderen Verfahren auch eine genaue Diagnostik im Vorfeld. Sofern das Gaumensegel Hauptverursacher des Schnarchgeräusches ist, hat das Pillar-Verfahren gute Erfolgschancen.
Das Pillar-Verfahren kommt allerdings nur für ca. 10% der Schnarcher in Frage. Voraussetzung ist wie bei allen anderen Verfahren auch eine genaue Diagnostik im Vorfeld. Sofern das Gaumensegel Hauptverursacher des Schnarchgeräusches ist, hat das Pillar-Verfahren gute Erfolgschancen.
Weiterführende Informationen im Video (englisch)
Darstellung der Pillar-Implantation mit Verringerung der Vibration des Gaumensegels. Das Pillar-Verfahren ist damit eine mögliche CPAP Alternative und kann auch Teil einer Schlafapnoe Operation sein.
MRI Simulation vor und nach Pillar-Verfahren. Auf der linken Seite ist deutlich das 'Flattern' des Gaumensegels zu erkennen. Auf dem rechten Bild, nach Pillar-Implantation, ist die Bewegung abgeschwächt.
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