Hausstaubmilben (penerial)
Hausstaubmilben sind mikroskopisch kleine Spinnentiere mit acht
gegliederten Beinen. Sie sind nur ca. 0,3 Millimeter groß und mit dem
bloßen Auge nicht zu erkennen. Durch das Mikroskop betrachtet sehen die
winzigen Tierchen alles andere als vertrauenserweckend aus. Sie selbst
sind allerdings harmlos, sie können weder stechen noch beißen und
übertragen auch keine Krankheiten. Die ideale Nahrungsquelle der Milben
sind die Hautschuppen der Menschen, von denen wir jede Nacht rund 2
Gramm im Bett zurücklassen. Das reicht für die Ernährung für einen Tag
von rund 1,5 Millionen Milben. Da sie das feuchte, warme Klima
bevorzugen, finden sie in den menschlichen Betten den idealen
Lebensraum. Man trifft sie aber auch in Teppichen, Vorhängen und
Polstermöbeln.
Entgegen der weit verbreiteten Ansicht sind es allerdings nicht die Milben selbst, auf die der Allergiker reagiert, auch der Hausstaub ist nicht allein für die Reaktion verantwortlich. Das Problem sind die winzigen, eiweißhaltigen Kotballen unserer Bettgenossen. Diese zerfallen an der Luft und verbinden sich mit dem Hausstaub zu einem stark wirksamen Allergen. Die Hausstaubmilbe stellt heutzutage den zweithäufigsten Allergieauslöser (ca 25 % aller Allergien) dar.
Entgegen der weit verbreiteten Ansicht sind es allerdings nicht die Milben selbst, auf die der Allergiker reagiert, auch der Hausstaub ist nicht allein für die Reaktion verantwortlich. Das Problem sind die winzigen, eiweißhaltigen Kotballen unserer Bettgenossen. Diese zerfallen an der Luft und verbinden sich mit dem Hausstaub zu einem stark wirksamen Allergen. Die Hausstaubmilbe stellt heutzutage den zweithäufigsten Allergieauslöser (ca 25 % aller Allergien) dar.
Symptome
Gelangen Teilchen der Kotballen in die Atemwege, lösen sie dort heftige
Reaktionen aus: Tränende Augen, Husten, Jucken oder Niesanfälle. In
schlimmeren Fällen kommt es zu Atemnot oder sogar Bronchialasthma.
Während man bei einer Pollen-Allergie nur zu gewissen Jahreszeiten mit
dem Allergen konfrontiert wird, leidet der Hausstauballergiker
ganzjährig unter seinen Niesattacken, denn dem Milbenkot sind wir
konstant das ganze Jahr lang gleichmäßig ausgesetzt
(Ganzjahresallergie). Da die Spinnentiere in jeder auch noch so gut
geputzten Wohnung vorkommen, ist es nicht einfach sich zu schützen. Es
können jedoch einige Vorsichtmaßnahmen getroffen werden:
Wie kann man sich schützen?
- Waschen Sie die Bettwäsche mindestens bei 60 Grad Celsius. Dadurch werden die Hausstaubmilben abgetötet. Für temperaturempfindliche Textilien gibt es Waschlösungen, die auch bei geringeren Temperaturen wirksam sind.
- Matratzen und Polstermöbel können auch direkt mit Pestiziden eingesprüht werden. Neben synthetischen Pestiziden gibt es auch pflanzliche Sprays mit Niembaumsamen-Extrakt.
- Lüften sie regelmäßig und intensiv (2x täglich 10 Minuten Stoßlüften).
- 1 x wöchentlich Matratze lüften und wenn möglich "sonnen".
- Ein milbendichter Matratzenbezug entzieht der Milbe die Nahrungsgrundlage Hautschuppen, so wird die Milbe ausgehungert.
- Schlafzimmer sanieren bzw. milbenunfreundlich gestalten, Staubfänger wie Stores, Bettvorleger, schwere Vorhänge, offene Regale und Plüschtiere entfernen.
- Luftbefeuchter und Pflanzen aus dem Schlafzimmer entfernen.
- Plüschtiere z.B. in der Tiefkühltruhe über Nacht einfrieren – so werden Milben abgetötet.
- Schaffen Sie sich keine Haustiere an.
- Staubwischen und Staubsaugen anderen Personen überlassen.
- Verzichten Sie auf das Rauchen, das schädigt die Schleimhaut zusätzlich.
Bin ich allergisch gegen Hausstaubmilben?
Wer glaubt, an einer Hausstauballergie zu leiden, sollte Art und
Zeitpunkt seiner Anfälle beobachten. Typische Zeichen sind Niesattacken,
Dauerschnupfen mit laufender Nase sowie angeschwollene Schleimhäute.
Auch eine Bindehautentzündung mit juckenden und tränenden Augen hängen
mit dieser Allergieform zusammen. Nachts, morgens nach dem Aufwachen
oder beim Bettenmachen sind die heuschnupfenähnlichen Anfälle besonders
stark. Allergologen erkennen diese Überreaktion des Immunsystems durch
Hauttests (z.B. Pricktest) oder den Nachweis entsprechender Antikörper
im Blut. Eine Abklärung durch den Spezialisten ist also dringend
notwendig.


