Gibt es eine CPAP Alternative?

Die Überdruckbeatmung mittels einer Nasen- oder Gesichtsmaske (nCPAP) hat sich in den letzten Jahren als Goldstandard zur Behandlung bei obstruktiver Schlafapnoe durchgesetzt. Hierbei handelt es sich um eine eng an den Kopf geschnallte Atemmaske, die der Patient während der gesamten Nacht und Zeit seines Lebens tragen muss. Durch einen konstanten Überdruck wird das Zurücksinken der Gaumenweichteile im Sinne einer pneumatischen Schienung verhindert. Die oberen Atemwege bleiben dadurch offen. Die Erfolgsaussichten dieser Behandlung liegen bei 97%.

Allerdings wird die Atemmaske nur von ca. 60% der Patienten überhaupt akzeptiert und nur 50% davon tragen die Maske dann auch die ganze Nacht.

Die Gründe für die schlechte Akzeptanz sind vielfältig. Am häufigsten klagen die Patienten über ein unangenehmes Engegefühl, Druckstellen im Bereich der Auflagefläche, Bindehautentzündung durch mangelhafte Abdichtung, Austrocknung von Mund und Nase (selbst mit Befeuchter), Mittelohrentzündung und sogar Tinnitus.

Dank medizinischer Weiterentwicklungen und technischer Innovationen, gibt es heute aber auch operative Alternativen. So kann die lästige Maskenbeatmung in der Nacht schon bald Vergangenheit sein.

Als CPAP Alternative haben wir in der modernen HNO-Therapie heute viele Möglichkeiten. Dabei kommen in unserer Praxis ausschließlich gewebeschonende, minimalinvasive Operationsmethoden zum Einsatz.

Bei einer Schlafapnoe Operation werden für einen effektiven und dauerhaften Behandlungserfolg auch manchmal verschieden Verfahren und Behandlungsebenen im Sinne einer sog. Multilevelchirurgie kombiniert.

Dr. Bodlaj verfügt über ein breites Spektrum modernster Therapieverfahren, dazu zählen u.a.

  • das Pillar-Verfahren (Gaumensegelimplantate)
  • Radiofrequenz- und Plasmafeld-Chirurgie
  • Zungengrundimplantate
  • Implantation eines Zungenschrittmachers

CPAP Alternativen

Pillarverfahren

Beim Pillarverfahren werden drei kleine Kunststoffstäbchen, sogenannte Weichgaumenimplantate, in das Gaumensegel implantiert. Ziel dieses minimalinvasiven Eingriffs ist die Stabilisierung des Gaumensegels. Unter örtlicher Betäubung werden drei halbfeste Stäbchen aus einem Dacron-Geflecht mit einer Länge von etwa 18 mm und einem Durchmesser von ca. 1,5 mm mit einem Applikator unter der Schleimhaut platziert. Ähnlich den Planken eines Segels verhindern sie das „Flattern“ des Gaumensegels. Der Effekt setzt ca. nach 8-12 Wochen vollständig ein, wenn sich das umliegende Bindegewebe mit dem Geflecht verbunden hat.

Radiofrequenz-Chirurgie

Die Radiofrequenz-Therapie wird zur Straffung des hinteren Gaumenbereichs angewendet. Ziel der Therapie ist es, Schnarchgeräusche zu verhindern, die durch Vibrationen im Gaumenbereich entstehen. Dies geschieht durch einen natürlichen Heilungsprozess, der durch Wärmestrahlung im Gaumengewebe ausgelöst wird. Auch bei diesem Verfahren handelt es sich um einen minimalinvasiven Eingriff, der ambulant in örtlicher Betäubung durchgeführt werden kann.

Zungengrundimplantate (reVENT)

Eine einfache, gewebeschonende und effektive CPAP Alternative sind Zungengrundimplantate. Eine interessante Neuerung bei der Behandlung von OSA, die Dr. Bodlaj als einer der ersten in Deutschland seit 2013 durchführt.

Das System besteht aus 4 Implantaten, welche in einem minimalinvasiven Eingriff unter Vollnarkose in den Zungengrund eingebracht werden und so verhindern, dass die Zunge erschlafft und nach hinten fällt. In dem 20-30 minütigen Eingriff werden in der Regel 4 Silikonimplantate gewebeschonend durch eine kleine Öffnung unter dem Kinn in den Zungengrund eingebracht und auf die individuell richtige Länge angepasst. Dabei verwendet Dr. Bodlaj ein Material des amerikanischen Herstellers Revent, das seit über 20 Jahren in der Medizintechnik, u.a. bei künstlichen Herzklappen, weltweit eingesetzt wird. Die einzelnen Implantate sind mit einer biologisch abbaubaren Hülle ummantelt und haben an beiden Enden eine Schlaufe, die mit dem Zungengewebe verwächst. Während dieser 4 bis 6 Wochen dauernden Einheilungszeit baut sich die äußere Hülle ab und die Implantate ziehen sich gleichmäßig und langsam zusammen. Durch diese Art Federwirkung wird der Zungengrund leicht nach vorn positioniert und hinter der Zunge Raum für die Atemwege und eine freie Atmung geschaffen.

Kontakt

Praxis Dr. med.
Robert. Bodlaj

Bamberger Strasse 7
96215 Lichtenfels
Oberfranken, Deutschland

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Fax: +49 9571 948196
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