Obstruktive Schlafapnoe

Setzt die Atmung nachts im Schlaf immer wieder aus, spricht man von Schlafapnoe beziehungsweise dem Schlafapnoe-Syndrom (griech. A-Pnoe = ohne Luft).

Was passiert bei einer Schlafapnoe?

Im Schlaf sinken die Halsweichteile wegen der nachlassenden Muskelspannung zurück und verlegen die oberen Atemwege. Es kommt zu Atemaussetzern. Die Sauerstoffkonzentration im Blut fällt ab, das Gehirn erhält zu wenig Sauerstoff und leitet eine Weckreaktion ein. Dieser Alarm lässt Puls und Blutdruck in die Höhe schnellen und die Muskulatur anspannen. Der Körper ringt förmlich nach Luft! Ohne das volle Bewusstsein zu erlangen, sinkt der Schläfer im Anschluss in die nächste Tiefschlafphase und der Mechanismus beginnt von neuem. Dieses Szenario kann sich in einer Stunde bis zu 60x wiederholen. Dabei dauert ein Atemaussetzer zwischen 10 und 120 Sekunden.

Das bedeutet für den Körper Schwerstarbeit. Die Folgen reichen von Müdigkeit und Konzentrationsstörungen bis hin zu schweren Krankheiten wie Schlaganfall und Herzinfarkt.

Animation der Atemaussetzer bei Obstruktiver Schlafapnoe

Die Animation zeigt die Luftströme bei normaler Atmung, beim 'normalen' Schnarchen aufgrund von verengten Atemwegen und die gefährlichen Atemaussetzer, wie sie bei einer Schlafapnoe auftreten.

Leide ich auch an Schlafapnoe?

Eigentlich weiß der Patient zunächst gar nicht, dass er an Schlafapnoe leidet. Anfangs bemerkt er nur, dass sein Schlaf nicht zur gewünschten Erholung führt. Er ist tagsüber müde und hat Konzentrationsstörungen. Nachts schwitzt er ungewöhnlich und wacht morgens mit Kopfschmerzen auf. Auch Nervosität, Gereiztheit, Depression, Gedächtnisstörungen, Schwindelanfälle, sexuelle Funktionsstörungen, nächtliches Nasenbluten, Harndrang oder Bettnässen bei Kindern können Anzeichen einer Schlafapnoe sein. Häufig fühlen sich die Patienten in der Früh aber einfach nur „wie erschlagen“. Vielfach ist es jedoch der Bettpartner, dem die Atemaussetzer als Erstem auffallen.

Was sind die Folgen?

Durch den periodischen Sauerstoffabfall im Blut und die nachfolgende Alarmreaktion des Gehirns werden langsam aber sicher alle Organe des Körpers geschädigt. Dieser Prozess kann sich über viele Jahre hinziehen. Die Langzeitschäden sind vielfältig: Hoher Blutdruck, Koronare Herzerkrankung (KHK), Herzrhythmusstörungen, Herzschwäche, Zuckerkrankheit, Impotenz aber auch Herzinfarkt, plötzlicher Herztod und Schlaganfall.

Kurz gesagt: Die Schlafapnoe verschlechtert die Lebensqualität, verkürzt die Lebensdauer um durchschnittlich acht Jahre und verursacht enorme Folgekosten.

Daher ist eine frühzeitige und effektive Behandlung für den Patienten eine lebensnotwendige Maßnahme!

Neben der vielfach angewandten nCPAP Maskenbeatmung gibt es in der Praxis Dr. Bodlaj auch die Möglichkeit einer Schlafapnoe Operation.

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